Herzlich Willkommen auf meiner Seite über den Ort Berlin-Südende! Ich heiße Ralf Dose, geb. am 20.5.1968 in Berlin-Kreuzberg und wohne seit dem 18.9.1973 in Berlin-Südende. Eines meiner zahlreichen Hobbies beschäftigt sich mit der Aufarbeitung der Geschichte meines Heimatortes. Bis zu meinen Seiten gab es einige wenige Veröffentlichungen zum Thema Südende, wie die Artikelserie "Südender Skizzen", erschienen im Steglitzer Lokal-Anzeiger (1984/85) und später "125 Jahre Südende - Ein historischer Rückblick" im damaligen CDU-Organ "Der Südender" (1997-99), beides vom Südender Christian Simon und natürlich 1999 das Postkarten-Bilderbuch "Ein Schatz alter Ansichtspostkarten" von Wolfgang Holtz; zudem eine Ausstellung zum 125. Jubilirium Südendes (1997). Zum Teil behandelten Südende außerdem das Buch "Steglitz in Vergangenheit und Gegenwart" von Max Philipp (1953), die CD-R "Gruß aus Steglitz" (2001) von Jörg Becker und danach das "Lexikon Steglitz-Zehlendorf" von Christian Simon (2004). Aufsätze über Südende verfassten Walter Schneider (1949), Hardy Hatta (1955), Erhard Fechner (1972), sowie Charlotte Schuppan (1984) und Walter Zerreich (1999), wobei Titel wie "Liebes altes Südende" oder etwa "Idylle am Parkrestaurant" auch seelen-/gefühlsmässig Einiges an Aussagekraft belegen. Im Buch "Von Häusern und Menschen/ Berliner Geschichten" der Reihe "Schriften zur Berliner Kunst- und Kulturgeschichte", Nummer 15, von Kurt "Kutte" Pomplun (1. Auflage von 1972, Bruno Hessling Verlag) finden wir einen Artikel unter dem Titel "Im Dunkleln ist jut munkeln", versehen mit jener Unterschrift: "Aus der Chronik des 100jährigen Südende". In der Buchreihe "Archivbilder" befinden sich in einer Ausgabe "Berlin-Steglitz" von Christian Hopfe u.a. ältere Aufnahmen des Sommerbades und Ansichten vom Pa-Re-Sü (Sutton-Verlag, Oktober 2004). Bereits im Januar 2000 erschien in der gleichen Buchserie der Band "Der Teltowkanal" von Gerhard Birk, sowie Mario Stutzki. Einzelne Südender Themen werden in der "Steglitzer Heimat" vom Heimatverein Steglitz e.V. oft unter die Lupe genommen. Zuletzt erschienen Artikel von Wolfgang Holtz unter den Titeln "Es war einmal in Südende" im KIEZ.Magazin, Ausgabe 2006, bzw. "Ein Spaziergang - Südende" in KiezKontakt, Nr.2/ 2010; sowie ein weiterer, "135 Jahre Südende" betitelter Überblick, verfasst vom Leiter des Steglitzer Heimatmuseums, Wolfgang Schönebeck, in der Ausgabe 2008, widerum im KIEZ.Magazin. Das private Archiv von Wolfgang Holtz beinhaltet ohnehin die bei weitem umfangreichste Südende-Sammlung, aus der u.a. jene zwei hier zu bewundernden Hintergrund-Fotos stammen, welche sehr gut den gut "Glanz und Untergang" dieses Ortes symbolisieren, zeigen sie doch zum einen jenen durch allierte Fliegerbomben, 1944 mitten in das Kirchenschiff gestürzten Glockenturm in der Ellwanger Straße und zum zweiten unsere ehemalige (einst größte europäische) Kegelhalle im Pa-Re-Sü. Die "Dorfchronik" aus dem 19.Jahrhundert ist verschollen und eine "Gemeindechronik" der evangelischen Kirchengemeinde aus den 60er Jahren würde ich mal als lückenhaft bezeichnen. Das Ehepaar Fincke aus dem Langensteiner Weg arbeitet zur Zeit an einer kleinen Chronik über die Siedlung am Kelchpfuhl. Die bislang ausführlichste, wie auch aktuellste Abhandlung in Buchform erschien im Jahre 2009 unter dem Titel "Südende - Häuser, Straßen, Menschen" im Christian Simon-Verlag,wobei die Autoren Wolfgang Holtz/ Christian Simon/ Udo Wiesmann auf 150 Seiten Geschichte kamen (ISBN 978-3-936242-13-3). Im Werbetext für dieses am 4.Dezember 2009 offiziell in der evangelischen Kirche Südendes präsentierten Buch heißt es: "Hätten Sie geahnt, dass die Familien von Reinhard Heydrich und Wilhelm Canaris in der Sembritzkistraße spazieren gingen oder in der Sohnreystraße ein Wohnhaus verschoben wurde? Bestürzend die Augenzeugenberichte über die Bombennächte in denen das alte Südende (1943/44) in sich zusammen sank. Doch andererseits auch wieder erheiternd, wie die gestrenge Schulvorsteherin Frl.Hagemann ihre Umgebung tyrannisierte." Über hundert historische Fotos, Karten und Tabellen inklusive. Bestellbar beim Christian Simon-Verlag unter 030/ 774 81 88. Geplant ist eine zweite Ausgabe von "Gruß aus Steglitz" und sicher wird der Christian Simon-Verlag im Jahre 2022, so die Schicksalsnornen es zulassen, das ultimative Gesamtwerk mit dem Titel "150 Jahre Südende" veröffentlichen, aber da es bis dahin recht lange hin ist, möchte ich mit diesen Seiten hier, erstmals in den unendlichen Weiten des weltweiten Netzes, einen Einblick in das Gesamtthema Südende schaffen, zumal selbst die heutigen Bewohner des Ortes in der Regel nur sehr wenig bis so gut wie überhaupt gar nicht ahnen, bzw. wissen, welche Tradition und Schicksale sich hier zum Teil verbergen . Zumindest hat mein Leben mit Südende eine Gemeinsamkeit: Nämlich, daß es längst nicht mehr das ist, was es einmal war. Jener fortgeworfene Bierschrank-Schlüssel aus dem Pa-Re-Sü, der nun an meiner Wand hängt, symbolisiert es durchaus gut. Einige wichtige historische Daten 26.08.1872 Gründung der "Terrain-Gesellschaft Südende" 19.06.1873 Endgültige Festlegung des Namens "Südende" 27.08.1873 Eintragung von Südende im Preuß.Staatsregister 01.10.1920 Südende wird Ortsteil des Bezirkes Steglitz 23.08.1943 Erster großer Bombenangriff auf Südende 24.03.1944 Zweiter großer Bombenangriff auf Südende 20.07.1960 Südende geht in den Ortsteil Steglitz auf Eine Kurzfassung der Ortsgeschichte ist nachzulesen auf http://www.heimatverein-steglitz.de/suedende.php, sowie auf http://www.südende.de/ueber-uns/historie.htm, wobei aber die "Rauchlose Siedlung" nicht in Südende, sondern in Steglitz ist. * "Was wir sind, sind wir geworden. Ein banaler Satz, könnte man meinen. Aber aus ihm folgt, daß wir unsere Vergangenheit kennen müssen, um zu wissen, wie und warum etwas geworden ist wie es ist. Und wenn wir die weitere Entwicklung nicht dem Zufall überlassen wollen, ist es hilfreich, die Erfahrungen der Vergangenheit zu nutzen. Kurz: Die Beschäftigung mit der Geschichte ist kein Selbstzweck, sondern für die Gesellschaft ein höchst nützliches Unterfangen. Das gilt nicht nur für die große Politik, sondern gerade im Kleinen, in der Gemeinde, im Kiez oder Bezirk. In der Heimat." (Grußwort Herbert Weber, bis 2006 Bürgermeister von Steglitz-Zehlendorf) *** " Die Bahn hält und mit einem seltsam dramatischen kleinen Sprung hüpft ein Mann heraus. Er sieht den Lichtern des Zuges nach, sieht sich auf dem verwaisten Bahnsteig um. "Die Frauen" sagt er, "die Frauen." Wie es so ist: Streit mit der Freundin, gerade eben im Zug, auf dem Weg zur Wohnung... Da ist er ausgestiegen. "Die Frauen. Ich kann Ihnen eine Menge erzählen." Aber er sieht nicht so aus, als ob er dies könnte. Er trägt einen sehr blauen Anzug, eine sehr farbige Krawatte und eine sehr goldene Krawattennadel. Wie ein Schaffner sieht er so aus. Und traurig: "Mein Auto steht am Alex." Das ist nicht gut. Hier ist Steglitz, Südende und es ist fünf Uhr morgens..." ("Der Frauenkenner", erschienen am 7.9.2003 in der Berliner Morgenpost) * Ach ja, es könnt schon verführen, an einem starken Arm zu gehen, doch trau ich lieber meinen Kräften, ich geh zu den Wurzeln zurück. Es wär auch sicher sehr behaglich, stünden Wegweiser zum Verkauf, ich suche selber meine Heimat und geh zu den Wurzeln zurück. Zu meinen eigenen Werten, ich hatte mich von ihnen entfernt, fast vergessen, wo ich her bin, wo immer mein Platz gewesen ist. Und will man mir mit großen Worten erklären, wie ich leben soll, dann sag ich höflich, ach, nein danke, ich geh zu den Wurzeln zurück. (von Klaus Hoffmann, erschienen im Südender Gemeinde-Brief, Mai 2008) * "Heimat" (von Annett Müller) Es schmerzt in Dir, wenn Du sie mal verläßt, denn sie ist die, die sich nie von Dir belügen läßt. Sie ist da, wenn Du kommst, nach langer Zeit heim und sie öffnet Dir die Arme, nimmt Dich auf, wird bei Dir sein. Du wirst geboren, in ihr und liegst in ihrem Schoß, sie umgibt Dich warm und sicher, wie weiches Moos. Und ein Leben lang trägst Du sie in Dir und die Sehnsucht erfüllt Dich, bist Du nicht in ihr. Es schmerzt in Dir, wenn Du sie mal verläßt, denn sie ist die, die sich nie von Dir belügen läßt. Sie ist da, wenn Du kommst, nach langer Zeit heim und sie öffnet Dir die Arme, nimmt Dich auf, wird bei Dir sein. Und egal, wie lange Du auch von ihr gingst, und egal, was die Zeit auch für Euch beide bringt. Und egal, wo Du jetzt auch immer lebst, sie fehlt Dir, weil Du nicht auf Heimatboden stehst. Eine Eiche hast Du gepflanzt, den Tag weißt Du noch genau, an seiner Größe merkst Du die Zeit, wie von Dir zum Kind zur Frau. Er gedeiht in der Erde, steht wie Du stark und fest und er sich auch wie Du niemals entwurzeln läßt. Es schmerzt in Dir, wenn Du sie mal verlierst, eine totale Leere Du dann in Deinem Körper spürst. Dann bist Du heimatlos, fühlst Dich einsam, allein, welch ein warmes Gefühl, könntest Du doch bei ihr sein. Und eines Tages, so hoffst Du, kehrst Du zu ihr zurück, Dein Haar ist grau, Dein Gang nicht mehr aufrecht, nur leicht gebückt. Und auch da öffnet sie die Arme und nimmt Dich selig auf, denn das ist das letzte Glied von Deinem Lebenslauf. Es schmerzt in Dir... "Märkische Heide" (von Gustav Büchsenschütz) Märkische Heide, märkischer Sand, sind des Märkers Freude, sind sein Heimatland. Steige hoch, du roter Adler, hoch über Sumpf und Sand, hoch über dunkle Kiefernwälder, Heil Dir, mein Brandenburger Land. Uralte Eichen, dunkler Buchenhain, grünende Birken, stehen am Wiesenrain. Blauende Seen, Wiesen und Moor, liebliche Täler, schwankendes Rohr. Knorrige Kiefern leuchten im Abendrot, sah'n wohl frohe Zeiten, sah'n auch märk'sche Not. Bauern und Bürger vom märk'schen Geschlecht, hielten stets zur Heimat in märk'scher Treue fest! Hie Brandenburg allewege, sei unser Losungswort! dem Vaterland die Treue in alle Zeiten fort. Steige hoch, Du roter Adler und reich' dem Bär die Hand, laß uns gemeinsam wieder wandern durch's schöne Brandenburger Land. .
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