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Straßen
Straßennamen im Wandel der Zeit Bedingt durch oft wechselnde örtliche und historische Begebenheiten, sowie 1960 der gänzlichen Eingemeindung in Steglitz, gibt es so gut wie keine Straßen in Südende, welche ihren Namen nie geändert bekommen haben. Die Karte links zeigt weitere im Jahre 1946 geplante Namensänderungen, welche jedoch vom Berliner Magistrat abgelehnt wurden. Ein Großteil der Namensänderungen in die heutigen Straßenbezeichnungen erfolgte im Jahre 1957, weil es im Bezirk Steglitz keine doppelten Straßennamen mehr geben sollte; hierbei setzten sich die Steglitzer Straßen, bzw. deren Abgeordnete im Bezirk, komplett gegen die Südender gleichen Namens durch. Bemerkenswert wirkt, daß der Straßenname "Steglitzer Straße" nicht nur hier in Südende, sondern in ganz Berlin gestrichen worden ist, so daß es heute nur noch in Bad Godesberg eine derart benannte "Steglitzer Straße" gibt. Oft lohnt sich, wenn man auf Stadtplänen und Landkarten ein Lineal legt und dieses schiebt. So erkennt man z.Bsp., daß Steglitzer Damm und Ringstraße/ Mariendorf einst ebenso eine (gerade durchgehende) Straße/Weg bildeten, wie Grabertstraße und Crailsheimer Straße in alter Zeit logischerweise "Lankwitzer Straße". In beiden Fällen entstand erst durch den Bau der beiden Bahnhöfe (Südende, Mariendorf), eine neue Situation mit neuen Straßenzügen, sowie "neuen" (bzw. geteilten alten) Straßen. Ebenso eine gerade Linie kann man bereits ab Beelitz bis hin zum Halleschen Tor ziehen, was betreffs Südende insofern interessant ist, weil diese Linie exakt auf dem nördlichen Teil der Sembritzkistraße, sowie als Verlängerung auf dem Hanstedter Weg liegt. Man kann so davon ausgehen, daß u.a. Moses Mendelsson 1742 bereits auf Südender Gebiet wanderte, nicht zufällig hieß dieser uralte Trampelpfad, später in Südender Zeiten, "Berliner Straße". Obgleich beinahe sämtliche Straßen(züge) in Südende seit ihrem Bestehen an und für sich unverändert blieben, so wurde hier dennoch Vieles an Abweichungen und Veränderungen geplant, insbesondere anläßlich der Arbeiten zum Teltowkanal (1906) oder der Planungen für einen "Rangierbahnhof Süd" (1937) und infolge der Kriegszerstörungen (1943-45) bis hin zu den 45 Jahren anhaltenden Entwürfen einer Verlängerung der B101 nach Südende, die erst seit dem 13.11.2003 eingestellt sind. Ebenso waren die Straßenzüge des Gebietes der heutigen Wohnanlage Südende des WBV Neukölln einstmals deutlich versetzt geplant. Aus den Stadtplänen verschwunden ist aber der südöstliche Teil des ehemaligen, seinem Namen alle Ehre machenden, "Grenzweges". Links zum Thema Berliner Stadtentwicklung: http://www.luise-berlin.de/index.html, sowie http://www.alt-berlin.info Pomplun schrieb 1972 in seinen Geschichten: "Die Straßennamen in Südende erinnern nach mehrfach erfolgter Umtaufe jetzt zumeist an Steglitzer Lokalgrößen, nur zwei gedenken der Tatsache, daß Südende noch bis 1920 zu Mariendorf gehörte und seine Bewohner dem Gemeindevorsteher Karl Oehlert und dem Amtsvorsteher Otto Denk unterstanden. Daß sie es nicht immer ohne Widerspruch taten, geht aus der Stellungnahme des umsichtigen Landrats von Stubenrauch hervor, der 1904 anläßlich des Streits um den Bau einer Turn- halle dem Gemeindevorsteher klarmachte, daß "derjenige Teil von Mariendorf, der sich Südende nennt, ein gut Teil Intelligenz und Rührigkeit birgt und namentlich durch das stetige Wachsen seiner Steuerkraft sich zu einem Faktor heranbilden wird, mit dem eine weitsichtige Gemeindeverwaltung frühzeitig rechnen sollte"... Lediglich die Hünefeldzeile, der Schünemannweg und der Kottesteig sind bis heute nach echten Südendern benannt. Die folgende Auflistung stellt ein Überblick in alphabetischer Reihenfolge dar, dabei stets von den heutigen Straßennamen ausgehend. Attilastraße heutiger Name ab 7.1.1928, Attila (auch Etzel), Hunnenkönig, 434-453, bis 1899 Tempelhofer Weg, 1899-1928 Tempelhofer Straße, geplant 1903 Tempelhofer Chaussee, geplant 1946 Kurt-Eisner-Straße, Südender Teil zwischen Dresdener Bahn und Schünemannweg Benzmannstraße heutiger Name ab 8.4.1933, Hans Benzmann, Schriftsteller, 1869-1926, 1896-1933 Potsdamer Straße, Südender Teil ca. 55 Meter ab Liebenowzeile Biberacher Weg heutiger Name ab 2.7.1960, Biberach a.d. Riß, ca. 31.200 Einwohner, 1878-1960 Lindenstraße, geplant 1946 Bretthmeierweg, liegt komplett in Südende Borstellstraße heutiger Name ab 11.11.1931, Karl Leopold Heinrich Ludwig von Borstell, 1773-1844 Berlin, Militär, 1913-1931 Lichterfelder Straße, vorher auch Straße 76, geplant 1946 Baenschweg, Südender Teil Hausnummern 1 bis 3 Brandenburgische Straße heutiger Name ab 2.6.1904, Landschaft und Kurfürstentum, 1887-1904 Dahlemer Straße, Südender Teil, Hausnummern 12 bis 18, von Buhrowstraße bis ca. 70 Meter ab Liebenowzeile Brinkmannstraße heutiger Name ab 15.7.1957, Conradin Brinkmann, 1873-1956, Kommunalpolitiker und Pädagoge, 1903-1957 T(h)urmstraße, geplant 1946 Magnussenstraße, liegt komplett in Südende Buhrowstraße heutiger Name ab 11.7.1957, Karl Wilhelm Hermann Buhrow, 1863-1939, Jurist und Kommunalpolitiker, Freimaurer, 1903-1957 Bahnhofstraße, geplant 1946 Corinthstraße, liegt komplett in Südende Crailsheimer Straße heutiger Name ab 20.7.1960, Crailsheim, ca. 31.900 Einwohner, 1850-1893 Lankwitzer Straße, 1894-1960 Friedrichstraße, geplant 1946 Grashofdamm, liegt komplett in Südende Denkstraße heutiger Name ab 1.2.1909, Otto Denk, 1837-1906, Kommunalpolitiker, bis 1909 Straße 8a, vorher auch Kurze Straße, liegt komplett in Südende Doldenweg Name seit 21.8.1931 unverändert, Doldengewächse, ca. 3.000 Arten, liegt komplett in Südende Ellwanger Straße heutiger Name ab 20.3.1939, Ellwangen (Jagst), ca. 24.600 Einwohner, 1850-1897 Mariendorfer Straße, 1898-1933 Hermannstraße, 1934-1939 Hünefeldstraße, geplant 1938 Heydebreckweg, geplant 1953 Hünefeldstraße, liegt komplett in Südende Grabertstraße heutiger Name ab 11.7.1957, Martin Heinrich Grabert, 1868-1951, Komponist und Organist, 1893-1957 Wilhelmstraße, vorher auch Lankwitzer Straße, geplant 1946 Michelangelostraße, liegt komplett in Südende Gurlittstraße heutiger Name ab 15.7.1957, Heinrich Louis Ludwig Theodor Gurlitt, 1812-1897, Maler, 1903-1957 Teichstraße, geplant 1946 Markertweg, liegt komplett in Südende Hanstedter Weg heutiger Name ab 23.11.1931, Hanstedt (Heide), ca. 4.500 Einwohner, 1878-1931 Berliner Straße, Südender Teil von Sembritzkistraße bis zum Ortsschild "Südende" Hünefeldzeile heutiger Name ab 5.11.1953, Ehrenfried Günther Freiherr von Hünefeld, 1892-1929, Luftfahrtpionier und Schriftsteller, 1903-1953 Mittelstraße, geplant 1946 Leonberger Straße, liegt komplett in Südende Karl-Fischer-Weg heutiger Name ab 20.12.1956, Karl Fischer, 1881-1941, Pädagoge und Gründer des "Wandervogel", 1903-1956 Parkstraße, geplant 1946 Strackstraße, liegt komplett in Südende Kelchstraße heutiger Name ab 9.8.1929, Kelchpfuhl, Teich in Südende, 1925-1929 Am Kelchpfuhl, geplant 1929 Am Scherkhaus, liegt komplett in Südende Kottesteig heutiger Name ab 13.7.1934, Karl Kotte, 1853-1927, Gärtnereibesitzer und Kommunalpolitiker, bis 1934 Straße 11, die Hausnummern 1 bis 4 liegen in Steglitz Langensteiner Weg heutiger Name ab 23.10.1931, Langenstein (Harz), ca. 1.900 Einwohner, 1929-1931 Verbindungsweg zur Kelchstraße, auch Langensteinstraße genannt, vorher Privatstraße, liegt komplett in Südende Liebenowzeile heutiger Name ab 11.7.1957, Heinrich Liebenow, 1817-1881, Gutsbesitzer, 1905-1957 Lange Straße, geplant 1946 Priesterweg, liegt komplett in Südende Lörracher Straße heutiger Name ab 20.7.1960, Lörrach (Schwarzwald), ca. 45.200 Einwohner 1903-1909 Neue Straße 1910-1960 Anhalter Straße, geplant 1946 Böblinger Straße, liegt komplett in Südende Ludwigsburger Weg heutiger Name ab 20.7.1960, Ludwigsburg, ca. 86.500 Einwohner, 1903-1960 Krumme Straße, geplant 1946 Geistgr. Straße, liegt komplett in Südende Maulbronner Ufer heutiger Name ab 18.8.1926, Maulbronn (Enz), ca. 6.400 Einwohner, bis 1926 Straße 10b, vorher auch Nördliche Ufer-Straße, zwischen Dresdener Bahn und Reutlinger Straße, bis 14.8.1935 Straße 88 (ebenso ab Sieversbrücke bis Anhalter Bahn), Südender Teil von Dresdener Bahn bis zur Rottweiler Straße Mergentheimer Straße heutiger Name ab 31.12.1924, Bad Mergentheim a.d. Tauber, ca. 22.200 Einwohner, bis 1924 Straße 7, vorher auch Grenzstraße, Südender Teil von Attilastraße bis zum Knick der Mergentheimer Straße Neckarsulmer Straße heutiger Name ab 31.12.1924, Neckarsulm, ca. 27.500 Einwohner, bis 1924 Straße 9, liegt komplett in Südende Oehlertring/ Oehlertplatz heutige Namen ab 11.7.1957/ 25.8.1939, Karl August Ferdinand Oehlert, 1842-1923, Gutsbesitzer und Kommunalpolitiker, 1884-1900 Ringstraße, 1901-1957 teilweise Oehlertstraße, Friedenauer Straße und Karlstraße, Oehlertplatz bis 1939 Platz Oe, geplant 1946, teilweise Oehlertstraße, Friedenauer Straße und Murillostraße, liegt komplett in Südende Reutlinger Straße heutiger Name ab 31.12.1924, Reutlingen, ca. 110.100 Einwohner, bis 1924 Straße 10, liegt komplett in Südende Rottweiler Straße heutiger Name ab 31.12.1924, Rottweil, ca. 25.100 Einwohner, bis 1924 Straße 8, die Hausnummer 7 liegt in Lankwitz Schünemannweg heutiger Name ab 14.4.1936, Adolf Schünemann, 1844-1920, Bankier und Grundbesitzer, bis 1936 Straße 221, vorher auch Grenzstraße, Südender Teil nördliche Straßenseite Sembritzkistraße heutiger Name ab 11.7.1957, Martin Rudolf Sembritzki, 1872-1934, Jurist und Kommunalpolitiker, 1878-1933 Berliner Straße und teilweise Lichterfelder Straße, 1934-1946 Doellestraße, 1947-1957 Priesterweg, zwischen Grabertstraße und Gurlittstraße 1904 bis 25.8.1939 Bismarckplatz, Südender Teil von Steglitzer Damm bis ca. 80 Meter hinter nördl. Oehlertring Sohnreystraße heutiger Name ab 11.7.1957, Heinrich Sohnrey, 1859-1948, Schriftsteller, 1903-1957 Seestraße, liegt komplett in Südende Steglitzer Damm heutiger Name ab 5.9.1957, Steglitz, 12.Berliner Stadtbezirk und Ortsteil, in Steglitz 1883-1957 Mariendorfer Straße, vorher auch Kreis-Chaussee, in Südende 1896-1957 Steglitzer Straße, Hausnummern 113-113h geplant 1946 Doldenweg, Südender Teil östlich des Weges zwischen Videothek und Café/ Höhe Hausnummer 71 Stephanstraße heutiger Name ab 21.6.1897, Ernst Heinrich Stephan, 1831-1897, Generalpostmeister und Politiker, bis 1897 Schöneberger Straße, Südender Teil ca. 60 Meter ab Liebenowzeile Tuttlinger Weg heutiger Name ab 14.4.1936, Tuttlingen, ca. 34.700 Einwohner, bis 1936 Straße 220, liegt komplett in Südende Die hierab folgenden Grundstücke/Adressen existieren nicht oder nicht mehr oder sind in andere Grundstücke/Adressen aufgegangen... Attilastraße 97 Biberacher Weg 1, 5 Borstellstraße 2, 4 Buhrowstraße 3 Denkstraße 1, 3, 5, 7, 11 Ellwanger Straße 1, 13, 15, 20 Grabertstraße 1 Hanstedter Weg 3, 5, 7, 9 Hünefeldzeile 4, 8 Karl-Fischer-Weg 12 Kelchstraße 2, 4, 6, 8, 11, 13, 15 Kottesteig 5, 6, 7, 8, 9 Langensteiner Weg 10, 16, 18, 20, 22, 24, 26 Liebenowzeile 1, 2, 21, 25, 26 Maulbronner Ufer 2 Mergentheimer Straße 6 Oehlertplatz 1, 2, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15 Oehlertring 14, 16, 18, 20, 29, 36, 43, 47, 60 Schünemannweg 1, 13, 15, 16, 17, 18, 19, 20 Sembritzkistraße 1, 2, 6, 10, 16, 20, 22, 23, 27, 28, 32, 33, 36 Steglitzer Damm 107, 109, 122, 125 Tuttlinger Weg 1, 2, 4, 9, 11, 13, 15, 17
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